Heute hier – morgen dort

Am Samstag, 10. November 2018, setzten wir die Reihe unserer szenischen Konzerte fort. Nun das erste Mal unter der Leitung von Bernd Büttner. Die Sängerhalle war gefüllt bis auf den letzten Platz!

Zwei Sänger, Lothar und Eugen, machen sich allein, ohne ihre Frauen, auf eine Weltreise.

Das Motto des Konzerts ist auch der Titel des Liedes, mit dem der Männergesangverein Röthardt das Konzert eröffnet: Heute hier – morgen dort, geschrieben von Hannes Wader und arrangiert von Bernd Büttner.

Lothar und Eugen mieten sich ein Auto und fahren zunächst in Richtung Norden, wo auf der Lüneburger Heide eine Schafherde den Verkehr blockiert. Das Navi weist die beiden an, das Hindernis umzufahren. Trotz Navi erreichen sie bald Hamburg und sehen in der Ferne ein großes Segelschiff, einen Veermaster.

Im Lied vom Hamburger Veermaster singt Wolfgang als Solist die plattdeutschen Strophen. Ein Akkordeonsolo von Matthias lässt die Zuhörer die starke Brise an der Nordsee erahnen, bevor der Chor mit dem Lied Frei wie der Wind die Freiheit auf See verherrlicht.

Lothar und Eugen verlassen überstürzt Hamburg und die Reeperbahn und fahren in den Süden. Der erste Halt ist im Schwarzwald am Titisee. Das Navi meldet sich nun plötzlich im badischen Dialekt und wird dem Pfälzer Lothar damit viel „symbadischer“!

Die Männer vom Gesangverein singen nun die Schwarwaldfahrt, Hubert von Goisserns Weit weit weg und La Montanara, bei letzterem glänzt Wolfgang wieder als Solist. Und schon beim Lied Fürstenfeld singt mit dem MGV die ganze Sängerhalle den Refrain „I will wieder ham“.

Eugen und Lothar treffen sich am Flughafen, um nach Amerika zu fliegen. Der von Frau Hatam gecharterte Billigflieger hat aber kein Navi, so dass sich das Flugzeug verspätet und erst nach der Pause wieder starten kann. Der Pilot fliegt dann fälschlicherweise in östlicher Richtung nach Amerika und überquert dabei die kaukasische Steppe.

So beginnt der Chor nach der Pause mit dem Lied Steppenfeuer. Das Pferdegtrampel in der weiten Steppe ist zu hören und zu spüren.

Im amerikanischen Mietauto reisen Lothar und Eugen nun in Richtung Westen, zunächst nach Virginia. Das Navi meldet sich plötzlich auf Englisch. Da die beiden die Anweisungen nicht verstehen, fahren sie vollkommen falsch. Das Navi hat genug, berechnet deswegen die Route neu und behauptet, die beiden hätten ihr Ziel, das Paradies, nun erreicht.

Dazu passend singt der Chor das Lied Go West! Die Bläser spielen die Latinette, bevor die Country roads erklingen. Mit Conquest of paradise endet die lange Reise.

Anhaltender Beifall zeigt, dass wir alle Zuhörer auf unsere Reise mitnehmen konnten. Unter Mitwirkung aller Musikanten singen wir als Zugabe das Lied Sierra Madre. Die Lampen gehen aus, die Sängerhalle wird dunkel, Lichter werden geschwenkt und Bernd dirigiert den ganzen Saal, ein großartiger Augenblick!

Die Stimmung ist so gut, dass Bernd noch einmal die Lieder Heute hier – morgen dort sowie Fürstenfeld anstimmt.

Begleitet wurden wir auf unserer Reise von einem Bläserquartett der SHW-Bergkapelle mit Gebhard Baumann, Max Hausenstein, Markus Irmler und Jürgen Stirner, von Mathias Weber am Akkordeon, Klaus Vogt am Schlagzeug, von Jürgen Karsten an der Gitarre und von Claus Wengenmayr am Klavier.

Der Solist war Wolfgang Reichersdörfer, die reisenden Sänger waren Lothar Daub und Eugen Gentner. Hinter dem Navi verbarg sich Ina Heimberger.
Fotocolllage von Lothar Daub